Hamburger Hafen

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Der Hafen gehört zu Hamburg wie der Mattjes zu den Pellkartoffeln.

Wer Hamburg sagt, meint zugleich auch den Hafen, denkt dabei an Kai- und Dockanlagen, Lagerhäuser, riesige Containerschiffe, Frachter und Tanker, Kräne, die wie stählerne Ungeheuer in den Himmel ragen, vielleicht aber auch voller Wehmut an die Zeiten der Segelschiffe zurück.

Noch immer ist der Hafen die wirtschafliche Schlagader der Hansestadt mit über 40.000 Beschäftigten direkt im Hafen und über 100.000 Arbeitsplätzen, die in Bezug zum Hafen stehen bzw. davon abhängen. Möge das noch lange so bleiben.

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Aber natürlich hat der Hafen auch aus touristischer Sicht einiges zu bieten und übt auf Besucher einen fast magischen Reiz aus.

Die Landungsbrücken, hier die rückseitige Ansicht, bilden den Ausgangspunkt für Exkursionen per Schiff durch den Hafen.

Es gibt mehrere Alternativen, sich einen Eindruck von der Größe und Atmosphäre zu verschaffen.

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Da wären zunächst einmal die kleinen Barkassen, mit denen früher die Werftarbeiter in großer Zahl zu ihren Arbeitsplätzen bei Blohm & Voss, Howaldtswerft und vielen anderen Betrieben gebracht wurden.

Man kann hier unter mehreren Anbietern auswählen und muß sich nur noch zwischen der Großen und der Kleinen Hafenrundfahrt entscheiden.

Auf der Fahrt erzählt der jeweilige Kapitän, den man in Hamburg nur "He Lücht"(Er lügt) nennt, Ihnen alles Wissenswerte über den Hafen, garniert mit einer Prise Humor und Seemannsgarn.

Wer einen Hang zur Nostalgie verspürt und einen Hauch von Mississippi-Gefühl erleben möchte, kann sich natürlich auch zu einer Fahrt auf der Elbe mit einem der beiden Raddampfer entschliessen.

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Eine zwar etwas umständliche, aber dafür sehr preiswerte Möglichkeit der Hafenbesichtigung sei hier an dieser Stelle auch erwähnt. Dem öffentlichen Nahverkehr des HVV sind auch sieben Schiffslinien der HADAG mit angeschlossen.

Fünf dieser Linien fahren ab Landungsbrücken verschiedene Punkte im Hafen und einige Seitenarme der Elbe an, verkehren allerdings nur Montag - Freitag.

Die Linie 62 dagegen fährt täglich ab Landungsbrücken bis Finkenwerder. Für den schmalen Geldbeutel mit einer Tages- oder Familienkarte vom HVV allemal erschwinglich, aber eben auch etwas unbequemer.

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Wer keine rechte Lust zur "Seefahrt" hat und sich mehr für alte Schiffe interessiert, wird an den Landungsbrücken, der Überseebrücke und auch im Sporthafen fündig.

Nicht nur im Museumshafen Övelgönne, sondern auch hier liegen einige dieser maritimen Juwelen. Da liegen der Reihe nach zum einen der Windjammer und ehemalige Ostindien-Fahrer, die Rickmer Rickmers (Bild rechts), der Stückgutfrachter Cap San Diego und ein altes englisches Feuerschiff.

Alle Schiffe können besichtigt werden und haben Gastronomie an Bord.

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