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Hamburger Geschichte

Im August 1892 brach in Hamburg eine Cholera-Epidemie aus. Der Erreger soll durch russische Emigranten eingeschleppt worden sein, die in Hamburg auf ihre Überfahrt nach Amerika warteten.

Zunächst wurde vom Senat versucht, die Angelegenheit zu vertuschen. Dies geschah vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen. Nachdem sich die Todesfälle häuften, wurde ein Transitverbot für diese Personengruppe erlassen.

Dieses Verbot wurde jedoch auf Druck des HAPAG-Direktors Albert Ballin wieder aufgehoben, nachdem er drohte, den Sitz der HAPAG nach Bremen zu verlegen.

Die Ausbreitung der Cholera wurde auch durch verunreinigtes Elbwasser, das ungefiltert als Trinkwasser genutzt wurde, hervorgerufen.

Besonder stark waren die Armenviertel der Stadt betroffen.

Der angesehene Bakteriologe Robert Koch wurde eigens zur Bekämpfung der Epidemie aus Berlin herangezogen. Insgesamt waren nach Ende der Cholera-Epidemie rund 10.000 Todesopfer zu beklagen.